Östrogen-Dominanz



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Die Östrogen-Dominanz ist ein bisher relativ unbekanntes Phänomen, das jedoch zahlreiche Frauen plagt, vor allem zu Beginn der Wechseljahre aber oft auch schon früher.

Dem Östrogen und ihrem Mangel wird sehr viel Aufmerksamkeit von Seiten der Ärzte, Pharmazeuten und Autoren gewidmet.

Das ebenso wichtige Hormon Progesteron (Gelbkörperhormon) wird hingegen nur am Rande behandelt und in seiner wichtigen Bedeutung häufig unterschätzt. Häufig wird der Progesteronspiegel nicht einmal mit untersucht, wenn eine Untersuchung der Hormonspiegel vorgenommen wird. Daher ist es nachvollziehbar, dass seine Wirkung und sein verbreiteter Mangel oft übersehen wird.

Bei vielen Frauen ist der Progesteronspiegel ihr ganzes fruchtbares Leben über zu niedrig. Zu Beginn der Wechseljahre betrifft dieses Phänomen jedoch fast alle Frauen.

Östrogen und Progesteron müssen jedoch in einem passenden Verhältnis stehen, damit sie richtig im Körper funktionieren können.

Wenn der Progesteronspiegel im Vergleich zum Östrogenspiegel stärker verringert ist, wirkt es im Körper, als wäre zu viel Östrogen vorhanden.

Dieses Phänomen nennt man Östrogen-Dominanz.

Östrogen-Dominanz kann paradoxerweise sogar dann auftreten, wenn auch der Östrogenspiegel zu niedrig ist, und zwar, wenn der Progesteronspiegel noch stärker zu niedrig ist als das Östrogen. In diesem Fall treten gleichzeitig die Symptome von Östrogen-Überschuss, Östrogen-Mangel und natürlich auch Progesteron-Mangel auf.

Die Östrogen-Dominanz ist für die meisten Beschwerden beim prämenstruellen Syndrom (siehe Seite 75) und in der ersten Hälfte der Wechseljahre verantwortlich (siehe auch Seite 16).

Gegen Östrogen-Dominanz helfen regelmäßige Bewegung, ausreichend trinken und Kaltwasser-Anwendungen.

In der Pflanzenheilkunde haben sich der Mönchspfeffer, die Schafgarbe und der Frauenmantel gut bewährt, um die Hormone wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Der Arzt kann in schweren Fällen eine Creme mit natürlichem Progesteron verordnen, die direkt in der Apotheke angerührt wird, weil es bislang keine Fertig-Präparate dafür gibt.

Nicht geeignet zur Behandlung einer Östrogen-Dominanz sind synthetische Gestagene. Diese künstlichen Hormone sind in ihrer Wirkung zu weit entfernt vom natürlichen Progesteron, um gegen die Beschwerden der Östrogen-Dominanz helfen zu können. Da Gestagene die Rezeptoren für natürliches Progesteron blockieren, wirken sie sogar verstärkend auf eine Östrogen-Dominanz.

Interessierte finden in einem Buch, das sich ausschließlich der Östrogen-Dominanz widmet, weitere Informationen zu diesem Thema (Östrogen-Dominanz von Eva Marbach, www.oestrogen-dominanz.de).

Wann zum Arzt: bei starken diffusen Beschwerden

Schulmedizin: natürliches Progesteron als Creme

Heilpflanzen: Mönchspfeffer, Schafgarbe, Frauenmantel

Hausmittel: Bewegung, Kaltwasser-Anwendungen, viel trinken

Schüsslersalze-Behandlung: Nr. 1, 2, 7

Homöopathie: Agnus castus D3 - D12, Cimicifuga racemosa D3 - D12, Pulsatilla D3 - D12

Ätherische Öle: Bergamotte, Lavendel, Muskatellersalbei, Ylang Ylang

Edelsteine: Mondstein




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